Der Tscheche setzte sich erneut gegen den Lokalmatador Nino Schurter durch. Am Ende kam Schurter 32 Sekunden auf Platz zwei ins Ziel auf dem abwechslungsreichen, 4,1 km langen Kurs.
Von Beginn an ein sehr spannendes Rennen
Florian Vogel (Focus XC Team) startet sehr schnell und stürtze am Ende der ersten Runde, was ihn im Endergebnis auf Platz 21 zurück warf. Vorne hingegen entwickelte sich ein packendes Duell; dicht beisammen waren Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) und Nino Schurter (Scott-Odlo MTB Racing Team), bis Schurter einen Platten erlitt. Den wechselbedingten Rückstand von etwas über 20 Sekunden, konnte der Schweizer in den nachfolgenden Runden nicht mehr aufholen.
Fumic: Ein solides Rennen auf Platz 6
Der Beste Deutsche bei den Herren heißt Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing Team). Etwas enttäuscht sagte Manuel Fumic nach dem Rennen: „Um den Zieharmonika-Effekt in der großen Verfolgergruppe durch wechselndes Tempo zu vermeiden, habe ich viel Führungsarbeit geleistet. Das hat mir leider am Ende auch den Zahn gezogen — es geht auf jeden Fall nach Vorne; das Podium wäre drin gewesen. Ich hab viel investiert heute, leider hat es nicht geklappt.“ Manuel Fumic hatte sich bis drei Runden vor Schluss von seinem Startplatz-Platz 15 bis auf den 3. Rang vorgearbeitet und wurde auf den letzten Metern von einer Verfolgergruppe abgefangen. Jaros
Ein super Wochenende für die Tschechen
Nicht zu überhören waren auf jeden Fall die tschechischen Fans. Laut feuerten sie – neben dem Tagessieger – auch den Dritten der Tageswertung, Ondrej Cink (Multivan Merida Biking Team) an. Cink gehörte bis zwei Runden vor Schluss der Verfolgergruppe, aus der sich Manuel Fumic versucht hatte zu lösen, an. Darunter auch ein weiterer Schweizer, mit Matthias Fluckinger (Stoeckli Pro Team), der seine konstante Form wieder unter Beweis stellen konnte und 4. wurde. Auf Platz 5 kam im Zielsprint der Franzose Maxime Marotte (BH-SR Sountour-KMC).
Absalon wurde 9.
Julien Absalon (BMC Mountainbike Racing Team) hatte einen guten Start, aber auch er hatte einen Platten in der ersten Runde, was ihn weit zurück warf, denn die Luft entwich dem Reifen weit entfernt von der Wechselzone: „Ich hatte aber noch Glück, da ich nach dem Platten von Platz 50 wieder nach vorne fahren musste und sogar noch krank war, Anfang der Woche; es ist also ein gutes Resultat, für mich hier heute. Besser noch die Weltcup-Punkte sichern als alles zu verlieren“. Kulhavy übernahm so auch das weiße Leader-Jearsey der Weltcup-Gesamtwertung von Absalon: „Ich wusste, ich könnte hier gewinnen. Aber ich hatte noch nie gute Rennen oben in den Bergen, so dass es spannend wurde. Vor Julien hatte ich Angst, da er immer stark fährt, aber durch seinen Platten war das erledigt. Und ob ich Nino geschlagen hätte, hätte er keinen Platten gehabt, weiß ich nicht. Der Kurs war anspruchsvoll und wirklich toll für die Zuschauer!“
Bei den Damen schrieb Gunn-Rita Dahle Flesjaa MTB-Geschichte
Bei den Damen konnte die haushohe schweizer Favoritin Jolanda Neff (Stoeckli Pro Team) mit Platz vier ihrer Favoritenrolle zwar nicht gerecht werden, behielt aber das Trikot der Weltcup-Gesamtführung inne. Gunn-Rita Dahle Flesjaa (Multivan Merida Biking Team) hingegen, konnte MTB-Geschichte mit ihrem 29. Weltcup-Sieg feiern und damit Juli Furtado (28 Weltcup-Siege) auf der ewigen Bestenliste ablösen: „Ich habe extra auf den 29. Weltcup Sieg hingearbeitet. Leute haben mich auch erinnert, wann ich denn nun endlich den 29. Sieg hole — klar, ist es eine lange Zeit und man arbeitet ja viele viele Jahre daran. Aber es war nach dem Sieg bei der Marathon-WM am letzten Wochenende auch nur der Job, sich maximal zu erholen; man verliert innerhalb einer Woche ja nicht so viel an Fitness. Aber besonders wichtig ist für alle Frauen in den Top10, zu sehen, dass Jolanda Neff schlagbar ist.“ Dahinter ging der zweite Platz an die US Amerikanerin Lea Davison (Specialized Racing), mit einer Minute Rückstand. Nach weiteren 36 Sekunden kam die Weltmeisterin Catharine Pendrel (Luna Pro Team) ins Ziel. Irina Kalentyeva (Möbel Märki MTB Pro Team) aus Russland vervollständigte das Podium auf der 5.
Grobert mit zwei Platten
Auch die beste Deutsche der beiden ersten Weltcups, Helen Grobert (Ghost Factroy Racing) wurde auf der knüppelharten Strecke von zwei Platten heimgesucht; den einen erlitt sie direkt in der ersten Runde, in der sie nach einem Sprung mit dem Hinterrad schräg aufkam. Sie lag zu diesem Zeitpunkt lag sie an Position 3. Sie konnte ihre Form leider nicht bestätigen: „Es hatte richtig gut angefangen, ich war zwar super nervös am Start und es hätte vielleicht für eine Top5 Platzierung gereicht.“ Ein weiterer aufgeschlitzter Reifen brachte am Ende nur einen 20. Platz — Sabine Spitz ermutigte sie etwas und sagte, sie „wüsste von der DM in diesem Jahr noch sehr gut, wie sich zwei Plattfüße in einem Rennen anfühlen“. Spitz beendete das Rennen als beste Deutsche auf Platz 12.
Ein Sieg für die Schweiz bei den U23-Herren
Der Schweizer Lars Forster konnte sich über seinen zweiten Weltcup-Sieg in diesem Jahr freuen. Er setzte sich drei Runden vor Schluss vom Franzosen Titouan Carod (Scott Creuse Oxygene Gueret) ab und fuhr ungefährdet seinem zweiten Saison-Sieg entgegen. Den dritten Podestplatz sicherte sich Howard Grotts (Specialized Racing) aus den USA. Bester Deutscher wurde Ben Zwiehoff auf Rang 9; Andri Frischknecht (Scott Odlo MTB Racing Team) wurde 16.
Das Rennen der U23-Damen geht an die Gesamtführende
Der späteste Start am Sonntag war um 16:30 Uhr der der U23-Damen. Die Schwedin Jenny Rissveds (SCOTT ODLO MTB Racing Team) fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg ein, vor der Schweizerin Ramona Forchini (Strüby-BiXS) und der Italienerin Lisa Rabensteiner (Focus XC Italy Team). Rissveds ist weiterhin Führende der Weltcup-Gesamtwertung.
