Autor: Sebastian Weinert

  • Weltcup Finale Val di Sole: Schurter siegt

    Weltcup Finale Val di Sole: Schurter siegt

    Um viertel nach zwei fiel der Startschuss zum Rennen der Herren. Es setzte sich gleich von Beginn an Florian Vogel vom Focus XC Team an die Spitze des Feldes. Die Favoriten Nino Schurter und Jaroslav Kulhavy folgten ihm dicht. Danach kam eine grosse Gruppe, der auch der Deutsche Manuel Fumic und Weltmeister Julien Absalon aus Frankreich angehörten.

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  • Weltcup Finale Val di Sole: Neff wird Zweite

    Weltcup Finale Val di Sole: Neff wird Zweite

    Auch die Damen starteten beim Finale im italienischen Val di Sole. Dort stand als Gesamtsiegerin Jolanda Neff bereits vor dem Rennen fest. Den letzten Lauf zum MTB Weltcup 2015 konnte sie allerdings nicht für sich entscheiden.

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  • Kulhavy gewinnt – Dahle holt 29. Weltcupsieg

    Kulhavy gewinnt – Dahle holt 29. Weltcupsieg

    Der Tscheche setzte sich erneut gegen den Lokalmatador Nino Schurter durch. Am Ende kam Schurter 32 Sekunden auf Platz zwei ins Ziel auf dem abwechslungsreichen, 4,1 km langen Kurs.

    Von Beginn an ein sehr spannendes Rennen

    Florian Vogel (Focus XC Team) startet sehr schnell und stürtze am Ende der ersten Runde, was ihn im Endergebnis auf Platz 21 zurück warf. Vorne hingegen entwickelte sich ein packendes Duell; dicht beisammen waren Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) und Nino Schurter (Scott-Odlo MTB Racing Team), bis Schurter einen Platten erlitt. Den wechselbedingten Rückstand von etwas über 20 Sekunden, konnte der Schweizer in den nachfolgenden Runden nicht mehr aufholen.

    Fumic: Ein solides Rennen auf Platz 6 

    Der Beste Deutsche bei den Herren heißt Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing Team). Etwas enttäuscht sagte Manuel Fumic nach dem Rennen: „Um den Zieharmonika-Effekt in der großen Verfolgergruppe durch wechselndes Tempo zu vermeiden, habe ich viel Führungsarbeit geleistet. Das hat mir leider am Ende auch den Zahn gezogen — es geht auf jeden Fall nach Vorne; das Podium wäre drin gewesen. Ich hab viel investiert heute, leider hat es nicht geklappt.“ Manuel Fumic hatte sich bis drei Runden vor Schluss von seinem Startplatz-Platz 15 bis auf den 3. Rang vorgearbeitet und wurde auf den letzten Metern von einer Verfolgergruppe abgefangen. Jaros

    Ein super Wochenende für die Tschechen

    Nicht zu überhören waren auf jeden Fall die tschechischen Fans. Laut feuerten sie – neben dem Tagessieger – auch den Dritten der Tageswertung, Ondrej Cink (Multivan Merida Biking Team) an. Cink gehörte bis zwei Runden vor Schluss der Verfolgergruppe, aus der sich Manuel Fumic versucht hatte zu lösen, an. Darunter auch ein weiterer Schweizer, mit Matthias Fluckinger (Stoeckli Pro Team), der seine konstante Form wieder unter Beweis stellen konnte und 4. wurde. Auf Platz 5 kam im Zielsprint der Franzose Maxime Marotte (BH-SR Sountour-KMC).

    Absalon wurde 9.

    Julien Absalon (BMC Mountainbike Racing Team) hatte einen guten Start, aber auch er hatte einen Platten in der ersten Runde, was ihn weit zurück warf, denn die Luft entwich dem Reifen weit entfernt von der Wechselzone: „Ich hatte aber noch Glück, da ich nach dem Platten von Platz 50 wieder nach vorne fahren musste und sogar noch krank war, Anfang der Woche; es ist also ein gutes Resultat, für mich hier heute. Besser noch die Weltcup-Punkte sichern als alles zu verlieren“. Kulhavy übernahm so auch das weiße Leader-Jearsey der Weltcup-Gesamtwertung von Absalon: „Ich wusste, ich könnte hier gewinnen. Aber ich hatte noch nie gute Rennen oben in den Bergen, so dass es spannend wurde. Vor Julien hatte ich Angst, da er immer stark fährt, aber durch seinen Platten war das erledigt. Und ob ich Nino geschlagen hätte, hätte er keinen Platten gehabt, weiß ich nicht. Der Kurs war anspruchsvoll und wirklich toll für die Zuschauer!“

    Bei den Damen schrieb Gunn-Rita Dahle Flesjaa MTB-Geschichte

    Bei den Damen konnte die haushohe schweizer Favoritin Jolanda Neff (Stoeckli Pro Team) mit Platz vier ihrer Favoritenrolle zwar nicht gerecht werden, behielt aber das Trikot der Weltcup-Gesamtführung inne. Gunn-Rita Dahle Flesjaa (Multivan Merida Biking Team) hingegen, konnte MTB-Geschichte mit ihrem 29. Weltcup-Sieg feiern und damit Juli Furtado (28 Weltcup-Siege) auf der ewigen Bestenliste ablösen: „Ich habe extra auf den 29. Weltcup Sieg hingearbeitet. Leute haben mich auch erinnert, wann ich denn nun endlich den 29. Sieg hole — klar, ist es eine lange Zeit und man arbeitet ja viele viele Jahre daran. Aber es war nach dem Sieg bei der Marathon-WM am letzten Wochenende auch nur der Job, sich maximal zu erholen; man verliert innerhalb einer Woche ja nicht so viel an Fitness. Aber besonders wichtig ist für alle Frauen in den Top10, zu sehen, dass Jolanda Neff schlagbar ist.“ Dahinter ging der zweite Platz an die US Amerikanerin Lea Davison (Specialized Racing), mit einer Minute Rückstand. Nach weiteren 36 Sekunden kam die Weltmeisterin Catharine Pendrel (Luna Pro Team) ins Ziel. Irina Kalentyeva (Möbel Märki MTB Pro Team) aus Russland vervollständigte das Podium auf der 5.

    Grobert mit zwei Platten

    Auch die beste Deutsche der beiden ersten Weltcups, Helen Grobert (Ghost Factroy Racing) wurde auf der knüppelharten Strecke von zwei Platten heimgesucht; den einen erlitt sie direkt in der ersten Runde, in der sie nach einem Sprung mit dem Hinterrad schräg aufkam. Sie lag zu diesem Zeitpunkt lag sie an Position 3. Sie konnte ihre Form leider nicht bestätigen: „Es hatte richtig gut angefangen, ich war zwar super nervös am Start und es hätte vielleicht für eine Top5 Platzierung gereicht.“ Ein weiterer aufgeschlitzter Reifen brachte am Ende nur einen 20. Platz — Sabine Spitz ermutigte sie etwas und sagte, sie „wüsste von der DM in diesem Jahr noch sehr gut, wie sich zwei Plattfüße in einem Rennen anfühlen“. Spitz beendete das Rennen als beste Deutsche auf Platz 12.

    Ein Sieg für die Schweiz bei den U23-Herren

    Der Schweizer Lars Forster konnte sich über seinen zweiten Weltcup-Sieg in diesem Jahr freuen. Er setzte sich drei Runden vor Schluss vom Franzosen Titouan Carod (Scott Creuse Oxygene Gueret) ab und fuhr ungefährdet seinem zweiten Saison-Sieg entgegen. Den dritten Podestplatz sicherte sich Howard Grotts (Specialized Racing) aus den USA. Bester Deutscher wurde Ben Zwiehoff auf Rang 9; Andri Frischknecht (Scott Odlo MTB Racing Team) wurde 16.

    Das Rennen der U23-Damen geht an die Gesamtführende

    Der späteste Start am Sonntag war um 16:30 Uhr der der U23-Damen. Die Schwedin Jenny Rissveds (SCOTT ODLO MTB Racing Team) fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg ein, vor der Schweizerin Ramona Forchini (Strüby-BiXS) und der Italienerin Lisa Rabensteiner (Focus XC Italy Team). Rissveds ist weiterhin Führende der Weltcup-Gesamtwertung.

  • Was macht eigentlich Jens Voigt?

    Was macht eigentlich Jens Voigt?

    RadioRadsport: Jens, an welche Momente denkst Du besonders gerne zurück, wenn Du an Deine Karriere denkst?

    Jens Voigt: Es gibt sicherlich zwei drei Rennen aus meiner Jugend, auf die ich besonders stolz bin. Ich bin ja aus den Neuen Bundesländern und damals war Mecklenburg noch in drei Bezirke aufgeteilt: In Rostock, Schwerin und Neubrandenburg; ich lebte ganz im Norden in Rostock. Mein erster Wettkampf war ein Bergzeitfahren in Binz, auf der Insel Rügen. Dort ging es rauf zum bekannten Jagdschloß. Da hab ich mein erstes Rennen nach nur vier Wochen Training gleich gewonnen. Daran erinnere ich mich heute noch.

    RadioRadsport: Was hat Dir nach Tiefen, wie z.B. nach Deinem schweren Sturz bei der Tour 2009 auch immer wieder Stärke gegeben?

    Jens Voigt: Ich bin ein großer Anhänger der Theorie, dass Du das Schicksal selbst in den Händen hast. Ich lag nach dem Unfall im Krankenhaus und wurde ja auch an mehreren Stellen genäht und verarztet und versorgt. Abends, so gegen neun oder zehn war ich dann nach der Narkose wieder halbwegs beieinander und habe dann versucht meine Finger, Hände, Arme, Beine und Füße zu bewegen – zwar noch unter Schmerzen – aber da war mir klar, dass nichts kaputt ist, was nicht im Laufe der Zeit heilen würde oder repariert werden könnte. Klar gibt es Zufälle, die man nicht beeinflussen kann. Aber im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, dass Du für Dein Schicksal alleine verantwortlich bist und ich wollte nicht fremd bestimmt aufhören durch einen Unfall, der mir die Entscheidung aus den Händen nimmt, wann und wie ich aufhöre. Ich wollte wieder aufstehen und sagen, ich bin ich und das ist mein Schicksal und ich will und werde weiter fahren. Am Ende des Tages werde ich sagen, jetzt ist der Zeitpunkt aufzuhören, weil der Zeitpunkt gekommen ist, wo es genug für mich ist — das habe ich dann auch so getan. Andernfalls wäre ich mir immer wie ein Feigling vorgekommen, wie jemand der weggelaufen ist.

    RadioRadsport: Nun ist ja die stressige Zeit vorüber, in der Du – renn- und trainingsbedingt – mehr auf Reisen warst, als daheim. Was machst Du nun täglich mit Deiner vielen Zeit? Wie und wo lebst Du nach Deiner Karriere? Du hast doch jetzt viel mehr Zeit als je zuvor — Du bist doch jetzt im Ruhestand.

    Jens Voigt: Das Wort Ruhestand gehört eigentlich nominiert; zum Unwort des Jahres, des Jahrzehnts oder Jahrhunderts! Ruhestand ist ein völlig irreführender Begriff. Es müsste eigentlich „Stressstand“ oder „Mehr Arbeitsstand“ heißen, aber nicht „Ruhestand“. Ruhiger geworden ist es auf keinen Fall: Die ganz normalen häußlichen Pflichten kann man jetzt mehr wahrnehmen, das ganz normale Leben hat mich jetzt sozusagen eingeholt. Die Ausreden „Nein, Papa muss seine Beine schonen“ oder „Papa muss jetzt trainieren fahren“ oder „Papa darf das und das nicht essen“, usw. weil ich morgen ein schweres Rennen habe, ziehen jetzt alle nicht mehr, weil ich mich jetzt nicht mehr schonen muss. Jetzt heißt es – was immer von mir verlangt wird, „jawohl Chef“ und dann muss das gemacht werden. Die Kinder wollen spielen, die Kinder wollen in den Garten, die Kinder wollen auf das Trampolin oder in den Zoo. Es gibt jetzt in dem Sinne keine Entschuldigung mehr, dieses oder jenes nicht zu tun; das Leben ist auf jeden Fall deutlich stressiger geworden. Meine Frau und ich haben ja sechs Kinder und da ist das schon eine gigantische Herausforderung und wirklich viel, die Kinder groß zu kriegen.

    RadioRadsport: Wo soll es für Dich zukünftig hingehen? Hast Du Nahziele oder Fernziele?

    Jens Voigt: Ein Ziel das mir am Herzen liegt, ist einfach nicht dicker zu werden! 33 Jahre Radsport, davon 18 Jahre als Profi. Da war es mein Job oder meine Aufgabe nicht dicker zu werden, bzw. fit stark und gesund zu bleiben. Diese Herausforderung ist jetzt nicht mehr da oder zwingend notwendig. Trotzdem will ich ein sportlich gesundes Gewicht halten, auch wenn ich sicher nie wieder so dünn sein werde wie direkt nach der Tour, das ist ja ganz klar. Ich möchte zumindest nicht, dass ich eine Wanne kriege und das mir meine Jeanshose nach wie vor passt! Ja und ich habe jetzt verschiedene Projekte: Ich bleibe bei Trek und werde dort als Markenbotschafter, als Sportlicher Leiter und als Motivations-Coach für die jüngeren Fahrer tätig sein. Der Firma Trek werde ich helfen, Material zu entwickeln und zu testen, sei es Kleidung, Schuhe, Helme oder Rahmen. Dann schreibe ich immer noch mein Buch, welches erstmal in englisch rauskommen wird. Wir versuchen es zur Tour, bzw. zu Weihnachten 2015 in den Handel zu bekommen. Dann habe ich noch meine T-Shirt-Firma, wo wir weitere Produkte mit aufnehmen und auch im Frühjahr oder Sommer einen Satz Radklamotten, sprich Rennhose, Renntrikot herausbringen. Und irgendwann will ich noch die S-Lizenz in der Schweiz machen. Es steht also genug an!

    RadioRadsport: Was sind Deine Wünsche?

    Jens Voigt: Persönliche Wünsche. Naja, in den 33 Jahren Radsport, bzw. 18 Profijahren hatte ich ja genug Zeit und Möglichkeiten mir alle Wünsche zu erfüllen, im sportlichen Bereich, das war einfach eine gute lange Karriere; da ist nicht wirklich viel übrig geblieben, da bin ich eher bescheiden: Ein bisschen Glück und Gesundheit mit der Familie und das wars eigentlich schon… obwohl, ich würde gerne noch ein bisschen erfolgreicher angeln, das ist noch ein Wunsch (lacht) … ich angle gerne, aber leider nicht so erfolgreich. Ich fange mal was kleineres, aber ich würde gerne mal einen Meter-Hecht fangen! Das ist noch so ein Wunsch, den ich habe.

    RadioRadsport: Danke für das nette Gespräch Jens und alles Gute!

    WEITERFÜHRENDE LINKS
    Jens Voigt auf Twitter: https://twitter.com/thejensie
    Ergebnisse und weitere Details auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Voigt

  • wheelz – cs&m siegt in München

    wheelz – cs&m siegt in München

    Beim 24. Stunden Mountainbike Rennen im Olympiapark München konnte sich das Team spinning wheelz cs&m mit mehr als einer Runde Vorsprung bei der 11. Austragung der Veranstaltung perfekt präsentieren!

    Sieg mit einer Runde Vorsprung in der Firmenwertung Dank Ex-Profi

    Für die 80 Runden, stand am Ende eine Siegeszeit von 23 Stunden, 44 Minuten und 38 Sekunden fest. Dabei war das Team von Martin Hollmann (spinning wheelz) und Sebastian Weinert (cs&m) eine Runde schneller als die Zweitplatzierten “Zweiradsport Geyer”. Die Brüder Sebastian und Christian Weinert, Andreas Aegerter, Ivo Büchs, Bogdan Piotrowski, Florian Jäger und Peter Laubsch wurden bis Samstag Abend von Ex-Profi Lutz Schäfer (früher: Rocky Mountain/ Bike Action) unterstützt. Dieser  konnte seine Rundenbestzeit von 15:32 Min. bis ins Ziel verteidigen, obwohl er bereits um 19:00 Uhr die Veranstaltung verlassen musste. Selbst Sebastian Weinert konnte diese Zeit nicht unterbieten, so dass Lutz Schäfer mit dieser Leistung bis Rennschluss schnellster Fahrer aller Teams blieb.

    Gesamtwertung 8er

    Auch in der gesamten 8er-Teamwertung hat sich das Team spinning wheelz cs&m wacker geschlagen. Es wäre mit wenig Rückstand bei Zusammenlegung der Wertungen aller 8er-Teams (61 Teams) auf den zweiten Platz gefahren.

     

    Foto und Betreuung

    Professionell in Szene gesetzt wurde das Team von Sportfotograf Benedikt Kaliciak (Sportograf). Das Team dankt allen Helfern für die tolle Verpflegung rund um die Uhr.