Kategorie: MTB

Mit dem Rad über Berge – auch von zuhause aus überall live mit dabei sein

  • Der Mann hinter RadioRadsport

    Der Mann hinter RadioRadsport

    Jeder Erfolg ist eine Verabredung mit dem Zeitpunkt, der ihn zulässt. Wenn man sich die bisherige Lebensgeschichte von Sebastian Weinert zu Gemüte führt, dann trifft das Zitat Wolfgang Joops wohl voll ins Schwarze.

    München, später Vormittag, Maximilianstraße. Sebastian Weinert sitzt im Büro seiner Softwarefirma cs&m vor einem Laptop. Wind und Regenschauer peitschen an die Scheiben des Zimmerfensters. Vom weiß-blauen Himmel über der bayrischen Landeshauptstadt ist nichts zu sehen. „Gutes Arbeitswetter“, sagt der junge Unternehmer und tippt noch schnell eine E-Mail zu Ende.

    Zwischen Bayern und Berlin

    Aufgewachsen am Starnberger See südlich von München besuchte Sebastian Weinert die Grundschule in Schondorf, einem kleinen beschaulichen Ort inmitten des oberbayerischen Idylls. Hier sollte er allerdings nicht lange bleiben, seine Eltern hatten andere Pläne. Der Vater bekam ein neues Job-Angebot, im befremdlichen betongrau der Bundeshauptstadt Berlin. „Nach der Grundschule zogen meine Eltern mit mir und meinem Bruder nach Berlin, wo ich dann auch meine gesamte Restschulzeit und Jugend verbrachte,“ sagt Weinert. Dort geht der heute 33- jährige Sohn eines Ingenieurs und einer Sekretärin einen Weg, der auch seine beruflichen Ambitionen für die Zukunft beeinflussen sollte.

    Der Weg zum Radsport

    Weinert fand Gefallen am Radsport, zuerst im Amateurbereich, später dann semi-professionell. Sein Taschengeld verdiente er sich mit der Arbeit in einem Fahrradladen sowie als Kurierfahrer in Berlins City. Die Leidenschaft für den Radsport intensivierte sich,  er trat einem Verein bei und wurde mit Anfang 20 Berliner Meister im Mountainbiken. Großes Interesse an einer Profikarriere hatte der heutige Unternehmer damals allerdings nicht.  „Ich habe einfach gemerkt, dass ein Trainingspensum von 30 Stunden pro Woche und mehr kaum noch mit einem normalen Leben vereinbar ist. Du bist ständig unterwegs, kannst aber trotzdem nicht wirklich davon leben. Mit Anfang Zwanzig stellt man sich dann die Frage, ob es vielleicht nicht sinnvoller wäre, doch noch zu studieren.“

    Vom Sport zum Abitur

    Dies tat er dann auch. Mit 26 Jahren holte Sebastian Weinert sein Abitur an der Abendschule nach und begann im Anschluss BWL zu studieren. Seine, wie er selbst sagt, „aktive Fahrradzeit“, legte er damit auf Eis.
    Um sich u.a. sein Studium zu finanzieren, meldete er ein Gewerbe an und arbeitete an kleineren Softwareprojekten und gab IT-Support für Firmen und Privatpersonen. Eigentlich eine eher überraschende Veränderung in seinem Leben. Denn mit Computern hatte er bis Anfang Zwanzig wenig zu tun gehabt. „ Ich hatte, bis ich 17 war, noch keinen PC und auch keinerlei Interesse in dieser Richtung,“ gibt er schmunzelnd zu. Erst als er dann doch einen Computer für die Komplettierung einer Semesterarbeit benötigte, beschäftigte sich Weinert zwangsweise mit Windows und Co. Durch diverse Nebenjobs tauchte er dabei immer tiefer in die Materie ein, bis er irgendwann mit den bekannten Worten „Du kennst Dich doch da aus“ konfrontiert wurde.
    „Von da an hat sich die ganze Sache eigentlich immer stetig weiterentwickelt und ich begann zusammen mit Kommilitonen eine kleine GbR im Softwarebereich zu betreiben.“
    Das Unternehmenskonzept entwickelte eine Eigendynamik, wuchs und wurde immer größer. Im Februar 2002 avancierte die GbR zu einer GmbH. Mit gleich zwei Standorten: Berlin und München. Weinert zog es mit Anfang 30 nach München, in die Weltstadt mit Herz. „In Berlin kann ich nicht lange bleiben. Nach drei Tagen ist der Akku leer und es zieht mich zurück in den Süden“ sagt er und fügt hinzu: „Ich fühlte mich einfach nicht heimisch dort.“

     

    Von der kleinen cs&m zu einem Mittelständler

    Corporate System & Management – der Slogan von cs&m steht inzwischen für eine auf fast 20 Mitarbeiter herangewachsene Firma. Die Anfangszeiten des kleinen Unternehmens waren dabei allerdings alles andere als leicht. Weinerts Prämisse, eine Firma gesund wachsen zu lassen, hatte dabei nicht nur Vorteile. Denn anders als zum Beispiel durch die Unterstützung eines Venture-Capital-Gebers, der über die notwendige Liquidität verfügt ein Firmenkonzept vorzufinanzieren, startete Weinert klein. „Es wurde halt nur Geld ausgegeben, das auch mit der Firma verdient wurde. Problematisch wird es, wenn man dem Kunden eine Visitenkarte geben will, aber zuerst von ihm das Geld dafür benötigt, diese drucken zu lassen“, sagt Weinert und rückt sich seine Brille zurecht.

    cs&m, Radsport und Radio

    Trotz der Firmengründung von cs&m, trotz einer anfänglich mühseligen Gründungsphase und einem straffen Zeitplan fuhr Weinert weiterhin kleine Radrennen und in der wenigen Zeit die ihm noch zwischen Bürostuhl und Fahrradsattel blieb, befasste er sich mit einer schon seit vielen Jahren schwelenden Begeisterung: dem Radio.
    Die Affinität für diese Form des inzwischen vielleicht schon etwas nostalgisch anmutenden, medialen Sprachrohrs, entfachte in ihm die Idee, irgendwie doch noch zum medial vernachlässigten Radsport zurückzukehren: Ein Radiosender nur für Radsport-Begeisterte. Egal ob Mountainbike oder Straße. Mit Musik, Informationen, Nachrichten und Hintergrundberichten – alles online. Mit einem neunköpfigen Team aus festangestellten und freien Mitarbeitern bildete er 2014 ein schlagkräftiges Team aus Kreativen, Radiomachern und Redakteuren, um den Radiosender auf die Beine zu stellen. „Wir produzieren gerade fleißig vor und forcieren Beiträge. Aus jeder Rosine ist inzwischen eine Melone geworden und davon sind es momentan noch einfach zu viele. Wir arbeiten hart an der Sache. Alles Weitere zeigt die Zukunft“, gibt er zu Protokoll.

    Radio als Erfüllung eines Traums

    Für Weinert ist das Radio letztlich eine weitere Erfüllung seines Traums. Radsport, Radio und eine funktionierende Softwarefirma im Rücken. Die Begeisterung für diese Unternehmens-Symbiose ist dem 33-Jährigen anzumerken. „Ich mache gerade ein Sprech-Coaching, da ich natürlich auch selbst Beiträge sprechen möchte. Da wird schon ein Traum wahr“, gibt er stolz, aber auch ein wenig verlegen zu.

    Sebastian Weinert ist die Verabredung mit dem richtigen Zeitpunkt gelungen

    Als Gründerattitüde nimmt er sich nicht die deutsche, sondern die amerikanische Unternehmenskultur zum Vorbild, bei der ein etwaiger Misserfolg nicht mit einem persönlichen Scheitern gleichgesetzt wird. Das vermeintliche Risiko, ein Unternehmen zu gründen, benötigt Geduld und Durchhaltevermögen. Planung und Kozeptionierung sind dabei genauso wichtig wie der Wunsch, die eigenen Träume zu verwirklichen. Diese Motivation möchte er auch gerne weitergeben. „Einfach machen! Einfach probieren! Sollte es dann doch nicht funktionieren, bist nicht Du gescheitert, sondern das Business.“

    Das Gespräch führte Max Marquardt.

  • MTB Marathon WM 2017 in Singen

    MTB Marathon WM 2017 in Singen

    Singen und die Vulkanlandschaft des Hegau, unweit des Bodensees scheint sich zur Meisterschaftshochburg zu entwickeln. 2008 und 2012 wurden dort die Deutschen Meister auf der Langstrecke ermittelt, 2013 war es die Marathon-Europameisterschaft. Im Mai 2015 werden nun erneut die europäischen Titelträger dort ermittelt. Was hat die Organisatoren dazu veranlasst jetzt auch noch eine Weltmeisterschaft auszurichten?

    „Es soll Step by Step nach vorne gehen. Wie heißt es so schön: Stillstand ist Rückschritt“, sagt Stephan Salscheider, Chef der Skyder Sportpromotion. „Wir wollen damit natürlich den Hegau Bike-Marathon promoten. Das ist ja eigentlich eine Jedermann-Veranstaltung, aber garniert mit den Profis, erhoffen wir uns für den Hegau und für die Veranstaltung große Aufmerksamkeit.“

    Strecke soll technischer werden

    Der Aufwand für die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft ist natürlich höher. „Man kann das mit fast hundert Prozent mehr Organisation bewerten. Alleine schon das Auswahlverfahren ist wesentlich schwieriger als bei einer Europameisterschaft. Wir werden das Event auf zwei, eventuell sogar drei Tage ausweiten. Die Strecke muss verändert werden, die Logistik, die bisher schon gut funktioniert hat, muss noch besser funktionieren. Da ist schon einiges zu tun“, erklärt Salscheider.

    Die 98 Kilometer lange Strecke auf den zwei 49-Kilometer-Runden gilt bisher als konditionell anspruchsvoll, aber fahrtechnisch nicht herausfordernd. „Sie muss natürlich noch ein bisschen technischer werden. Wir haben einen Marathon durch den wunderschönen Hegau, der für Jedermänner gut geeignet ist. Für die Profis ist er deshalb gut geeignet, weil er lang genug ist. Aber für die WM müssen da noch ein paar technische Komponenten reingebaut werden.“

    Der Deutsche Meister Tim Böhme als Berater 

    Bis zur Marathon-Europameisterschaft im Mai werden die Streckenbauer vermutlich schon Hand anlegen. Aber die WM-Strecke wird man da noch nicht präsentieren können. „Es geht da um Passagen, um Trails, die man mit dem Naturschutz und der Forstverwaltung absprechen muss. Ich gehe davon, dass wir das eine oder andere drin haben werden bei der EM, aber das Endstadium werden wir vor 2016 sicher nicht schaffen.“

    Tim Böhme ist amtierender Deutscher Marathon-Meister und kommt aus Singen. Er kennt seine Heimat wie seine Westentasche und könnte behilflich sein. „Wir haben ja ein sehr, sehr freundschaftliches Verhältnis mit Tim Böhme und wir hören auch auf die Sportler. Ich glaube, das ist eine Stärke unserer Agentur. Er hat uns das angeboten und wir werden das bei der Weltmeisterschaft auch einlösen.“

    Auf was darf man also 2017 in Singen hoffen? „Erstens auf ein begeisterungsfähiges Publikum, eine perfekte Organisation, da stehen wir mit unserem Namen, eine wunderschöne Gegend und hoffentlich einen deutschen Sieger oder Siegerin.“

    Für die Deutschen Marathon-Profis dürfte die Heim-WM jedenfalls eine zusätzliche Portion Motivation sein.

     

     

  • Das Weltradwetter

    Das Weltradwetter

    Zypern — der Geheimtipp

    Zypern gilt als absoluter Geheimtipp für Rennradler, vor allem der Süden oder Südosten der Insel. Hier gibt es viele flache und gut ausgebaute Straßen – und all das natürlich unter Sonnengarantie. Der Winter in Zypern ist nämlich äußerst mild. Bei Temperaturen um die 20 Grad hat man selbst zur vermeintlich kalten Jahreszeit mindestens sechs Sonnenstunden pro Tag und außerdem eine geringe Niederschlagsrate. Schnee gibt es in Zypern wenn überhaupt nur in den Bergen.

    Übrigens kommen auf Zypern auch Mountainbiker auf ihre Kosten. Nicht nur Hobby-Mountainbiker sondern auch Profis kommen regelmäßig auf die Insel, um dort im Winter ihre Trainingswochen zu absolvieren. Die griechisch-türkische Insel bietet nämlich abseits der Straßen hervorragende Trails an den Küsten und weitläufige Forstwege.

    Eine der schönsten Rennrad-Regionen: Kapstadt

    Wer gerne etwas weiter reisen will, sollte sich die Region um Kapstadt mal etwas genauer ansehen. Sie gilt als eine der schönsten Rennrad-Regionen der Welt und ist außerdem ein Wintertrainingsgebiet mit Wettersicherheit. Da der Frühling in Südafrika anders als bei uns in Europa schon im Oktober beginnt, herrschen dort die idealen Trainingstemperaturen. Von November bis Februar hat man durchgehend mindestens 26 Grad und gleichzeitig die wenigsten Regentage.

    Amerika: Weitläufiges Mountainbike-Eldorado

    Einmal über den großen Teich bietet auch Amerika hervorragende Trainingsmöglichkeiten für Mountainbiker. Ein schönes Winterziel ist dabei Texas, genau genommen der Big Bend National Parc. Durch Teile der Chihuahua-Wüste, die Chisos-Bergregion und die drei großen Canyons des Rio Grande führen Pisten und Trails in jedem Schwierigkeitsgrad. Die Temperaturen sind mit 20 Grad angenehm mild. Daher gelten die Monate von November bis Februar auch hier als entspannteste Reisezeit. Vor Tornados muss man im Übrigen keine Angst haben, die größte Gefahr herrscht nämlich von August bis Oktober, wenn das Meer erwärmt ist.

  • wheelz – cs&m siegt in München

    wheelz – cs&m siegt in München

    Beim 24. Stunden Mountainbike Rennen im Olympiapark München konnte sich das Team spinning wheelz cs&m mit mehr als einer Runde Vorsprung bei der 11. Austragung der Veranstaltung perfekt präsentieren!

    Sieg mit einer Runde Vorsprung in der Firmenwertung Dank Ex-Profi

    Für die 80 Runden, stand am Ende eine Siegeszeit von 23 Stunden, 44 Minuten und 38 Sekunden fest. Dabei war das Team von Martin Hollmann (spinning wheelz) und Sebastian Weinert (cs&m) eine Runde schneller als die Zweitplatzierten “Zweiradsport Geyer”. Die Brüder Sebastian und Christian Weinert, Andreas Aegerter, Ivo Büchs, Bogdan Piotrowski, Florian Jäger und Peter Laubsch wurden bis Samstag Abend von Ex-Profi Lutz Schäfer (früher: Rocky Mountain/ Bike Action) unterstützt. Dieser  konnte seine Rundenbestzeit von 15:32 Min. bis ins Ziel verteidigen, obwohl er bereits um 19:00 Uhr die Veranstaltung verlassen musste. Selbst Sebastian Weinert konnte diese Zeit nicht unterbieten, so dass Lutz Schäfer mit dieser Leistung bis Rennschluss schnellster Fahrer aller Teams blieb.

    Gesamtwertung 8er

    Auch in der gesamten 8er-Teamwertung hat sich das Team spinning wheelz cs&m wacker geschlagen. Es wäre mit wenig Rückstand bei Zusammenlegung der Wertungen aller 8er-Teams (61 Teams) auf den zweiten Platz gefahren.

     

    Foto und Betreuung

    Professionell in Szene gesetzt wurde das Team von Sportfotograf Benedikt Kaliciak (Sportograf). Das Team dankt allen Helfern für die tolle Verpflegung rund um die Uhr.