Die Rennberichte von RadioRadsport gibt es jetzt zum Nachhören unter diesem Link. Viel Spaß!
Kategorie: MTB
Mit dem Rad über Berge – auch von zuhause aus überall live mit dabei sein
-

Auf nach Rio: van Houts wechselt zu Brentjens
RadioRadsport: Herzlichen Glückwunsch, Bart zu dem prominenten Neuzugang, mit Rudi van Houts, zur Verstärkung für Dein Team! Wie kam es, habt Ihr Euch schon eine Weile unterhalten oder hat Rudi spontan bei Dir unterschrieben?
Bart Brentjens: „Rudi und ich wir kennen uns schon lange und waren 2007/2008 im selben Team. Wir sind dort damals u.a. die Cape Epic zusammen gefahren. Und bei der Olympiade in Peking waren wir auch gemeinsam. Wir haben uns an den Wettkämpfen immer gesprochen und auch ab und an miteinander trainiert. Ich wusste, dass sein Vertrag bei Merida am Ende diesen Jahres ausläuft. Und da hat er mich einmal angesprochen und bei der WM habe ich ihm dann gesagt, dass ich ihn gerne in meinem Team hätte. Zum Glück konnten wir dann auch noch unsere aktuellen Sponsoren dafür gewinnen, ihr Sponsoring Budget für das kommende Jahr aufzustocken, so dass wir Rudi bezahlen können. Ich bin da sehr froh und stolz, dass das geklappt hat und ich mit einem anderen Holländer gemeinsam zur Olympiade reisen darf. Ich hoffe, ich kann ihn da unterstützen und ich werde ihm helfen, dass er noch besser werden kann.“
RadioRadsport: Für wie viele Jahre konntest Du Rudi denn für Dein Team verpflichten?
Bart Brentjens: „Erstmal ist sein Vertrag auf ein Jahr befristet und dann sehen wir weiter. Wenn es gut läuft, werden wir auf jeden Fall über weitere Jahre sprechen.“
RadioRadsport: Mit dem 18. Platz beim Weltcup Finale und dem 20. bei der WM – dieses Jahr – hat Rudi einmal mehr gezeigt, dass er zu den besten Mountainbikern der Welt gehört. In der Weltrangliste liegt er mit 786 Zählern aktuell auf Platz 25. War alleine das ausschlaggebend für Deine Entscheidung, ihn ins Team aufzunehmen oder gibt es andere Gründe?
Bart Brentjens: „Ja, das spielt alles da mit rein. Rudi ist eine große Sicherheit im Team und fährt immer zwischen Position 10 und 20 im Weltcup und bei EM und WM. Außerdem kann er die Cape Epic gut fahren, was er ja in der Vergangenheit mit Hermida (Anm. d. Red.: Jose Antonio Hermida) schon gemacht hat. Die beiden haben da auch schon Etappen gewonnen und 2015 waren sie Gesamt-Vierte.“
RadioRadsport: Bisher hast Du eher mit jüngeren Sportlerinnen und Sportlern gearbeitet. Was ist denn der Grund dafür, dass Du jetzt einen 31-jährigen in Dein Team holst?
Bart Brentjens: „Klar, da spielen mehrere Dinge zusammen. Er kann seine Erfahrung an die jungen Fahrer im Team weiter geben und für Olympia ist er ebenfalls qualifiziert. Und dann kommt natürlich auch dazu, dass ich ihn gut kenne und er Holländer ist“ (schmunzelt).
RadioRadsport: Wie schaut jetzt die nähere Vorbereitung von Rudi aus? Bestreitet er im Winter auch Cross-Rennenund wie sieht seine Vorbereitung aus?
Bart Brentjens: „Nein, Cross-Rennen fährt er nicht. Aber nächstes Jahr fährt er ein paar Etappen-Rennen auf der Straße, als Vorbereitung auf die Olympiade. Im Winter geht er oft schwimmen, macht Fitness-Power-Training und geht Laufen. Und klar, Mountainbiken geht er auch. Ein wenig Straße ist auch immer dabei.“
RadioRadsport:
Rudi hat sich bereits für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio im nächsten Jahr qualifiziert. Blickt er jetzt besonders gelassen in solch ein ‚Mammut-Jahr‘?Bart Brentjens: „Ja sicher, wenn Du schon qualifiziert bist, kannst Du Dich gezielter, besser darauf vorbereiten, Du musst Dich ja nicht mehr qualifizieren. Möglicherweise lässt er auch das erste Weltcup-Rennen in Cairns, Australien aus, um sich gezielter vorzubereiten; im Hinblick auf die Olympiade ist das dann sicher eine bessere Vorbereitung. Das müssen wir aber noch sehen, es steht noch nicht fest.“
RadioRadsport: Bleiben sonst alle Team-Fahrer bei Dir oder geht auch jemand?
Bart Brentjens: „Es bleiben Grant Ferguson, Yana Belamoina, Margot Moschetti, Hans Becking und Jiri Novak. Mit den anderen verhandeln wir noch bzw. es ist einfach noch nicht ganz klar, dass ich es schon sagen könnte.“
RadioRadsport: Abschließend noch eine allgemeine Frage zu Deinem Team: Bleibt Dir Superior als Sponsor erhalten? Du hattest hier doch auch mal in andere Richtungen gedacht oder?
Bart Brentjens: „Superior bleibt Hauptsponsor, ja das ist schon entschieden.“
RadioRadsport: Bart, danke Dir für das Gespräch und komm gut über den Winter!
Bart Brentjens: „Gerne, ciao machs gut.“
-

Weltcup Finale Val di Sole: Schurter siegt
Um viertel nach zwei fiel der Startschuss zum Rennen der Herren. Es setzte sich gleich von Beginn an Florian Vogel vom Focus XC Team an die Spitze des Feldes. Die Favoriten Nino Schurter und Jaroslav Kulhavy folgten ihm dicht. Danach kam eine grosse Gruppe, der auch der Deutsche Manuel Fumic und Weltmeister Julien Absalon aus Frankreich angehörten.
Der übrige Artikeltext wird nachgereicht.
-

Weltcup Finale Val di Sole: Neff wird Zweite
Auch die Damen starteten beim Finale im italienischen Val di Sole. Dort stand als Gesamtsiegerin Jolanda Neff bereits vor dem Rennen fest. Den letzten Lauf zum MTB Weltcup 2015 konnte sie allerdings nicht für sich entscheiden.
Der übrige Artikeltext wird nachgereicht.
-

Kulhavy gewinnt – Dahle holt 29. Weltcupsieg
Der Tscheche setzte sich erneut gegen den Lokalmatador Nino Schurter durch. Am Ende kam Schurter 32 Sekunden auf Platz zwei ins Ziel auf dem abwechslungsreichen, 4,1 km langen Kurs.
Von Beginn an ein sehr spannendes Rennen
Florian Vogel (Focus XC Team) startet sehr schnell und stürtze am Ende der ersten Runde, was ihn im Endergebnis auf Platz 21 zurück warf. Vorne hingegen entwickelte sich ein packendes Duell; dicht beisammen waren Jaroslav Kulhavy (Specialized Racing) und Nino Schurter (Scott-Odlo MTB Racing Team), bis Schurter einen Platten erlitt. Den wechselbedingten Rückstand von etwas über 20 Sekunden, konnte der Schweizer in den nachfolgenden Runden nicht mehr aufholen.
Fumic: Ein solides Rennen auf Platz 6
Der Beste Deutsche bei den Herren heißt Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing Team). Etwas enttäuscht sagte Manuel Fumic nach dem Rennen: „Um den Zieharmonika-Effekt in der großen Verfolgergruppe durch wechselndes Tempo zu vermeiden, habe ich viel Führungsarbeit geleistet. Das hat mir leider am Ende auch den Zahn gezogen — es geht auf jeden Fall nach Vorne; das Podium wäre drin gewesen. Ich hab viel investiert heute, leider hat es nicht geklappt.“ Manuel Fumic hatte sich bis drei Runden vor Schluss von seinem Startplatz-Platz 15 bis auf den 3. Rang vorgearbeitet und wurde auf den letzten Metern von einer Verfolgergruppe abgefangen. Jaros
Ein super Wochenende für die Tschechen
Nicht zu überhören waren auf jeden Fall die tschechischen Fans. Laut feuerten sie – neben dem Tagessieger – auch den Dritten der Tageswertung, Ondrej Cink (Multivan Merida Biking Team) an. Cink gehörte bis zwei Runden vor Schluss der Verfolgergruppe, aus der sich Manuel Fumic versucht hatte zu lösen, an. Darunter auch ein weiterer Schweizer, mit Matthias Fluckinger (Stoeckli Pro Team), der seine konstante Form wieder unter Beweis stellen konnte und 4. wurde. Auf Platz 5 kam im Zielsprint der Franzose Maxime Marotte (BH-SR Sountour-KMC).
Absalon wurde 9.
Julien Absalon (BMC Mountainbike Racing Team) hatte einen guten Start, aber auch er hatte einen Platten in der ersten Runde, was ihn weit zurück warf, denn die Luft entwich dem Reifen weit entfernt von der Wechselzone: „Ich hatte aber noch Glück, da ich nach dem Platten von Platz 50 wieder nach vorne fahren musste und sogar noch krank war, Anfang der Woche; es ist also ein gutes Resultat, für mich hier heute. Besser noch die Weltcup-Punkte sichern als alles zu verlieren“. Kulhavy übernahm so auch das weiße Leader-Jearsey der Weltcup-Gesamtwertung von Absalon: „Ich wusste, ich könnte hier gewinnen. Aber ich hatte noch nie gute Rennen oben in den Bergen, so dass es spannend wurde. Vor Julien hatte ich Angst, da er immer stark fährt, aber durch seinen Platten war das erledigt. Und ob ich Nino geschlagen hätte, hätte er keinen Platten gehabt, weiß ich nicht. Der Kurs war anspruchsvoll und wirklich toll für die Zuschauer!“
Bei den Damen schrieb Gunn-Rita Dahle Flesjaa MTB-Geschichte
Bei den Damen konnte die haushohe schweizer Favoritin Jolanda Neff (Stoeckli Pro Team) mit Platz vier ihrer Favoritenrolle zwar nicht gerecht werden, behielt aber das Trikot der Weltcup-Gesamtführung inne. Gunn-Rita Dahle Flesjaa (Multivan Merida Biking Team) hingegen, konnte MTB-Geschichte mit ihrem 29. Weltcup-Sieg feiern und damit Juli Furtado (28 Weltcup-Siege) auf der ewigen Bestenliste ablösen: „Ich habe extra auf den 29. Weltcup Sieg hingearbeitet. Leute haben mich auch erinnert, wann ich denn nun endlich den 29. Sieg hole — klar, ist es eine lange Zeit und man arbeitet ja viele viele Jahre daran. Aber es war nach dem Sieg bei der Marathon-WM am letzten Wochenende auch nur der Job, sich maximal zu erholen; man verliert innerhalb einer Woche ja nicht so viel an Fitness. Aber besonders wichtig ist für alle Frauen in den Top10, zu sehen, dass Jolanda Neff schlagbar ist.“ Dahinter ging der zweite Platz an die US Amerikanerin Lea Davison (Specialized Racing), mit einer Minute Rückstand. Nach weiteren 36 Sekunden kam die Weltmeisterin Catharine Pendrel (Luna Pro Team) ins Ziel. Irina Kalentyeva (Möbel Märki MTB Pro Team) aus Russland vervollständigte das Podium auf der 5.
Grobert mit zwei Platten
Auch die beste Deutsche der beiden ersten Weltcups, Helen Grobert (Ghost Factroy Racing) wurde auf der knüppelharten Strecke von zwei Platten heimgesucht; den einen erlitt sie direkt in der ersten Runde, in der sie nach einem Sprung mit dem Hinterrad schräg aufkam. Sie lag zu diesem Zeitpunkt lag sie an Position 3. Sie konnte ihre Form leider nicht bestätigen: „Es hatte richtig gut angefangen, ich war zwar super nervös am Start und es hätte vielleicht für eine Top5 Platzierung gereicht.“ Ein weiterer aufgeschlitzter Reifen brachte am Ende nur einen 20. Platz — Sabine Spitz ermutigte sie etwas und sagte, sie „wüsste von der DM in diesem Jahr noch sehr gut, wie sich zwei Plattfüße in einem Rennen anfühlen“. Spitz beendete das Rennen als beste Deutsche auf Platz 12.
Ein Sieg für die Schweiz bei den U23-Herren
Der Schweizer Lars Forster konnte sich über seinen zweiten Weltcup-Sieg in diesem Jahr freuen. Er setzte sich drei Runden vor Schluss vom Franzosen Titouan Carod (Scott Creuse Oxygene Gueret) ab und fuhr ungefährdet seinem zweiten Saison-Sieg entgegen. Den dritten Podestplatz sicherte sich Howard Grotts (Specialized Racing) aus den USA. Bester Deutscher wurde Ben Zwiehoff auf Rang 9; Andri Frischknecht (Scott Odlo MTB Racing Team) wurde 16.
Das Rennen der U23-Damen geht an die Gesamtführende
Der späteste Start am Sonntag war um 16:30 Uhr der der U23-Damen. Die Schwedin Jenny Rissveds (SCOTT ODLO MTB Racing Team) fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg ein, vor der Schweizerin Ramona Forchini (Strüby-BiXS) und der Italienerin Lisa Rabensteiner (Focus XC Italy Team). Rissveds ist weiterhin Führende der Weltcup-Gesamtwertung.
-

Rennkalender 2015 Mountainbike
Die Stationen für das Duell zwischen Nino Schurter und Julien Absalon im UCI Mountainbike Weltcup stehen fest. Ein paar Änderungen gibt es im Vergleich zu 2014. Zunächst wird der Weltcup auf nunmehr sechs Rennen gekürzt. Im Vorjahr waren es noch sieben. Weg fallen die weit von Europa entfernten Rennen in Cairns (Australien), Pietermaritzburg (Südafrika), sowie in Méribel (Frankreich), dem Austragungsort des letzten Welt-Cup-Finales. Als Grund für den Wegfall der Rennen in Australien und Südafrika dürfte eine Reisekosteneinsparung für die Teams sein. Die UCI sitzt außerdem auch in der Schweiz. Auf der anderen Seite wird jedoch kritisiert, dass der Weltcup damit jedes Jahr immer weniger „Welt“ beinhaltet.
Neue Stationen und alte Bekannte
Neu auf dem Plan stehen dafür dieses Jahr das Rennen Lenzerheide (Schweiz), sowie das diesjährige Weltcup-Finale in Val di Sole (Italien). Erwartungsgemäß ist somit Albstadt als deutsche Station im Weltcup wieder vertreten und bietet wie Nove Mesto in Tschechien ein reines CrossCountry-Event, während die anderen vier Stationen an den gleichen Wochenenden auch Austragungsort des Downhill Weltcups sind. Die Übersee-Rennen in Mont-Sainte-Anne (Kanada) und Windham (USA) komplettieren den Weltcup in CrossCountry. Ob es auf diesen sechs Rennen wieder zu einem spannenden Zweikampf zwischen dem Vorjahressieger Abasalon und dem zweiten Nino Schurter kommt wird sich zeigen. Vielleicht kann dieses Jahr auch ein anderer Fahrer seinen Nutzen aus diesem Zweikampf ziehen und als Überraschungssieger die Saison gewinnen. Aus deutscher Sicht darf man gespannt sein, ob sich der Vierte des Vorjahres, Manuel Fumic noch zulegen und aufs Treppchen steigen kann.
Mountainbike-WM in Andorra
Anfang September, zum Abschluss der Saison, erwartet uns dann noch die Mountainbike WM in Andorra. Das kleine Fürstentum in den Pyrenäen war 2008, 2009 und 2013 schon Austragungsort des Weltcups und darf sich nun auch 2015 als Ausrichter der WM auf ein großes Mountainbike-Spektakel im Vallnord Bike Park freuen. Dort heißt der Titelverteidiger dann Julien Absalon. Der Franzose hat die letzte Saison eindrucksvoll für sich entscheiden und an seiner Stärke auch bei der WM keinen Zweifel gelassen.


























































